In unserem Artikel “5 Tipps wie Sie empathischer kommunizieren” haben Sie nützliche Tipps für eine bessere Kommunikation mit anderen erfahren. Aktives Zuhören macht dabei einen wichtigen Bestandteil aus. Aus diesem Grund möchten wir in diesem Artikel noch einmal näher auf das Thema eingehen.

Richtiges Zuhören muss geübt sein

Stellen Sie sich vor, Sie erzählen Ihrem Partner abends lange von einer Alltagssituation, die Sie den Tag über nicht losgelassen hat und mitten in Ihrer Erzählung unterbricht er Sie mit dem Satz „Ich habe genug gehört, denk einfach nicht mehr darüber nach.“

Wie würden Sie sich wohl dabei fühlen?

Oftmals hören wir unserem Gesprächspartner zwar zu aber nur damit wir danach unsere Meinung äußern können, die wir uns während des Zuhörens schon zurecht gelegt haben. Mit aktiven und einfühlsamen Zuhören hat dies wenig zu tun. Wir müssen vorab eine andere Einstellung einüben. Weg von diesen gut gemeinten Ratschlägen und hin zu wirklichen Verständnis. Sie müssen also den anderen wirklich verstehen wollen. Dazu bedarf es Fingerspitzengefühl, denn Sie sollten das Ganze in den Blick nehmen: Wie fühlt sich die andere Person? Welche Gedanken kommen bei ihr auf?

Aktives Zuhören bedeutet: Das Gesagte seines Gesprächspartners in anderen Worten zu reflektieren. 

Um sich diese Fähigkeit anzueignen, braucht es Geduld, Mühe und Zeit

Wir haben für Sie eine kleine Übung, die Sie auf Ihrem Weg unterstützt:

Beobachten Sie im nächsten Gespräch die Gestik und Mimik Ihres Gesprächspartners. Welche Emotionen kommen bei Ihrem Gegenüber nonverbal zum Ausdruck? 

Wenn Sie sich beim Eingangsbeispiel nicht verstanden und ernst genommen gefühlt haben, sind Sie nicht allein! Ganz unbewusst passiert es aber in vielen Gesprächen, dass wir unserem Gegenüber dieses Gefühl vermitteln. Aus diesem Grund ist das einfühlsame Zuhören so wichtig, denn wer vertraut schon auf einen Ratschlag, wenn er sich nicht verstanden fühlt?