Die Marketingbranche investiert sehr viel Zeit und Geld, damit Sie als Konsument das angepriesene Produkt letztendlich erwerben. 

Dabei lässt sich der Kunde scheinbar sehr oft und schnell in Versuchung führen. Warum das so ist? Da unser Gehirn die ganzen Reize und Informationen nicht mehr in kürzester Zeit verarbeiten kann, greifen wir oftmals schneller zu als uns lieb ist. Dabei handelt es sich nicht um rationale Entscheidungen! Der Kunde verlässt sich in zwei Drittel der Kaufentscheidungen auf sein Bauchgefühl im Geschäft. 

Über diese Tatsachen weiß die Werbebranche natürlich bestens Bescheid und arbeitet unter anderem mit diesen vier Marketingtricks, die wir kurz erläutern: 

Farben

Würden Sie pinke Bioprodukte kaufen und schwarze Zahnpasta? Wohl eher nicht! Farben vermitteln Emotionen und steigern den Wiedererkennungswert eines Produkts um 80 Prozent! So verbinden Sie sicherlich mit der grünen Farbe die frischen Bioprodukte oder schauen zweimal hin, wenn Sie ein rotes Preisschild entdecken. Doch auch bei letzterem sollten sie abwägen, ob es sich wirklich um ein Angebot handelt oder ob die Ware nur als solche gekennzeichnet ist! 

Frische grüne Birnen

Künstliche Verknappung 

„Nur noch wenige Zimmer verfügbar!“

„Nur noch heute erhalten Sie das Produkt für 49,- Euro!“

Kennen Sie solche Aussagen? Sie finden sie nicht selten auf Hotelwebsites oder bei sonstigen Anbietern, die meist ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen. Diese Aussagen sollen Sie schneller zu einem Spontankauf verleiten und Ihnen den Wert des Produkts suggerieren. 

Halo-Effekt

Der Begriff „Halo“ bedeutet im Englischen: „Heiligenschein“ und um „Schein“ geht es auch bei diesem Effekt! Er überstrahlt nämlich alles und lässt uns nicht mehr objektiv Sachverhalte reflektieren! Dieser Effekt kommt auch oftmals in der Sozialpsychologie zum Einsatz. Hier wird er als kognitive Verzerrung beschrieben, die unsere Urteilskraft einschränkt. Konkret heißt das: Ein Merkmal überstrahlt alles! Wenn Sie nun einen besonders hübschen Menschen begegnen, werden Sie so geblendet von seiner Schönheit sein, dass Sie vielleicht negative Charakterzüge an diesen Menschen gar nicht wahrnehmen oder bagatellisieren. 

Und genau diesen Effekt kann man nun auch in die Werbung übertragen. Hat ein Produkt eine besonders schöne Verpackung oder ein hervorragendes Image werden Sie vielleicht nicht so auf qualitative Merkmale achten. 

Spiegelneuronen 

Haben Sie sich schon einmal von einem Gähnen oder einem Lächeln anstecken lassen? Ja? Dann liegt das wahrscheinlich an den sogenannten Spiegelneuronen. Das sind Nerven in unserem Gehirn, die uns zu einem sozialen und mitfühlenden Wesen machen. Die Nervenbahnen in unserem Gehirn reagieren bei Beobachtung nämlich genau so, als würden wir eine Situation selbst durchleben. 

Was das in der Werbung heißt? Wenn ein anderer mit einem Starbucks Kaffeebecher gemütlich durch die Straßen schlendert und an seinem Becher nippt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass in Ihnen auch das Verlangen nach eben diesem Kaffee aufkommt!