Das Thema Geld deinem Kind erklären: Geht das so einfach? Du hast dich diese Frage sicherlich selbst schon gestellt! Wie soll man ein scheinbar so abstraktes Thema dem Nachwuchs erklären, wenn es selbst einigen Erwachsenen schwer fällt!  Wir möchten dir mit diesem Artikel mehrere Tipps an die Hand geben wie ihr euch dem Thema “Finanzen für Kinder” simpel und spielerisch nähern könnt! Aus diesem Grund möchten wir dir Tipps an die Hand geben wie euch das gemeinsam gelingen kann!

Deine Rolle als Elternteil ist entscheidend 

Die finanzielle Bildung findet zum großen Teil nicht in der Schule, sondern zu Hause statt! Da Kinder aus entwicklungspsychologischer Sicht von ihren Bezugspersonen lernen, fällt dir also eine ganz besondere Rolle zu: Du bist ein Vorbild für dein Kind! Wenn du also aus Lust und Laune beschließt jeden Tag 50 Euro vom „Fenster raus zu schmeißen“ wird dein Kind auf lange Sicht diese Verhaltensweise übernehmen! 

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die eigene Einstellung zum Geld zu reflektieren! Mach dir bewusst, dass auch dein Elternhaus dein inneres „Money Mindset“ geprägt hat. 

„Energy goes where focus flows“. So ist es auch mit dem Geld! Es ist weder „gut“ noch „schlecht“. Neutral gesehen, sind es nur Scheine und Münzen, die entweder für oder gegen dich arbeiten! Du entscheidest! Bedenke dabei jedoch, dass dich immer zwei oder mehr kleine Füße bei deinem Geldumgang beobachten! In diesem Artikel haben wir fünf Tipps, die dir vielleicht dabei helfen, ein positives Vorbild im Bezug auf Geld für dein Kind zu sein!

Finanzen für Kinder erklärt: 3 Tipps für den Start ins Thema „Umgang mit Geld“

Tipp 1: In der Familie über Geld sprechen

„Hey Schatz, heute habe ich 100 Euro zusätzlich am Flohmarkt verdient!“ Wie klingt das für dich? Hört sich gut an oder? Umfragen aus dem Jahr 2019 zeigen, dass wir immer noch zu wenig über Geld sprechen! Wieso nicht in der Familie anfangen? 

Hier möchte ich aber noch auf die „Feinheiten der Kommunikation“ verweisen. Stell dir vor, dein Kind wünscht sich dieses Jahr die neue Playstation zum Geburtstag und kommt mit freudestrahlenden Augen zu dir angelaufen und du erwiderst resigniert: „Du Max, das können wir uns nicht leisten!“ Wie würdest du dich bei diesem Satz fühlen? Besonders, wenn du ihn immer wieder hörst? Du würdest sicherlich irgendwann bei großen Wünschen schon im Vorfeld resignieren! „Hach, kann ich mir doch eh nicht leisten.“ 

Wenn du deinem Kind aber einen positiven Umgang mit Geld näher bringen möchtest, solltest du auf ein ganz bestimmtes Wort setzen: „WIE“! 

Kommt dein Kind mit einem Wunsch um die Ecke, frage es „WIE können wir uns das leisten?“ So werden kreative Denkprozesse im Zusammenhang mit Geld angeregt. Möglicherweise habt ihr schon zusammen Sachen am Flohmarkt verkauft oder zu klein gewordene Klamotten auf Ebay eingestellt? Deinem Kind werden vielleicht nun genau solche Sachen oder sogar neue Wege einfallen! So erklärst du deinem Kind das Thema Finanzen ganz nebenbei und vor allem mit Freude und einem positiven Mindset! 

P.S. Die Frage „Wie kann ich mir das leisten?“ Klappt auch bei uns Erwachsenen sehr gut! 500 Euro für etwas bestimmtes erscheinen dir in einem Monat vielleicht viel und du kannst es dir wirklich „nicht so nebenbei mal“ schnell kaufen. Wenn du aber jeden Monat ein wenig Geld zur Seite legst, rückt dein Ziel Immer näher und du hast viel Freude an diesem Prozess. Hier kann ich dir die Monkee.App für Erwachsene sehr empfehlen! Die macht aufjedenfall viel Spaß!

Tipp 2: Kinder partizipativ in Geldprozesse miteinbeziehen

Du kannst dein Kind ganz einfach in simple Geldprozesse mit einbeziehen! Wichtig dabei ist natürlich dein Kind zu fordern aber nicht zu überfordern! 

Wir haben aus diesem Grund die Entwicklungsschritte von Kindern aus entwicklungspsychologischer Sicht für dich in mehreren Artikeln zusammengefasst: 3-6 Jahre, 6-12 Jahre, 12-15 Jahre.

Ein Beispiel, wieso dies so wichtig ist: 

Ein Kindergartenkind ist ein „Meister des Wiedererkennens“ (aus diesem Grund staune ich immer wieder, wenn ich mit einem Kindergartenkind Memory spiele), sein Erinnerungsvermögen bzw. sein Langzeitgedächtnis muss sich jedoch erst noch weiter ausbauen. Dort ist eben noch nicht soviel Platz. Schlussfolgernd heißt das: Dein Kind wird dir in diesem Alter noch nicht so ausführliche Informationen zu einer Situation liefern können wie zum Beispiel ein Grundschulkind! Die Anforderungen sollten aus diesem Grund angepasst sein!

Mein Tipp ist hier deswegen ein emphatischer Einstieg, der das Alter und die Fähigkeiten deines Kindes mit ein bezieht! 

Wie kannst du jetzt ein Kindergartenkind in Geldprozesse einbeziehen?

Ganz einfach! Geht zusammen einkaufen und lass dein Kind zahlen! Kinder in diesem Alter sind übrigens schon in der Lage, Münzen zu identifizieren und ihren Wert festzustellen. Werft dazu gerne auch einen Blick auf unsere altersgerechte Richtlinie im Bezug mit dem Geldumgang.

Ist dein Kind im Grundschulalter? Dann kann es dir beim Schreiben des Haushaltsbuches helfen oder ihr stellt eine „Einnahmen“ und „Ausgaben“ Liste auf. Dein Kind lernt so diesen wichtigen Unterschied kennen! Spielerisch kann man sich an dieses Thema auch mit dem Taschengeldspiel nähern. 

Tipp 3: Learning by doing

Oftmals machen wir uns Erwachsene zu viele Gedanken wie wir unserem Kind etwas erklären können. Genauso ist is mit den Finanzen für Kinder. Aus diesem Grund ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass Kinder von Anfang an geborene Entdecker sind! Begeisterungsfähig und voller Freude! 

Oben haben wir bereits kleinere Möglichkeiten erwähnt wie dein Kind ins „TUN“ kommt. Besonders eignet sich natürlich auch das Taschengeld! 

Taschengeld – warum es so wichtig ist!

Bei vielen umstritten aber trotzdem besonders wichtig, denn mit dem ersten eigenen Geld wird der Grundstein für den weiteren Umgang mit Geld gelegt! 

Dabei ist es auch nicht wichtig für was dein Kind sein Geld ausgibt, sondern das es aktiv am Prozess teilnimmt! Stell dir nur vor dein Kind kauft sich eine Kinderzeitschrift. Es muss abwägen wie viel diese kostet, ob es genug Geld hat, in den Laden der Wahl gehen und selbst zahlen! Wahnsinn! Dein Kind wird mit stolzer Brust aus dem Geschäft laufen und das wirkt sich natürlich auch positiv auf den Selbstwert und das Mindset im Bezug auf Geld aus!

Und das liebe Eltern, könnt ihr eurem Kind ganz einfach mit ein wenig Taschengeld ermöglichen! Wichtig hierbei ist auch, dass ihr eurem Kind den „Freiraum“ gebt zu experimentieren und die erwähnte Entdeckerfreude auszuleben! 

Es mag für uns Eltern nicht immer sinnvoll erscheinen, für was Kinder ihr Geld ausgeben (Studien zufolge vor allem für Süßigkeiten und Zeitschriften) aber es geht nicht um uns, sondern um den Nachwuchs und den Lernprozess. 

Wenn du möchtest, kannst du in diesem Zusammenhang aber dein Kind durchaus für Marketing sensibilisieren. Die versteckt sich nämlich in vielen Kinderzeitschriften und natürlich auch in Supermärkten und weiteren Medien! Wir haben hierzu für dich schon mehrere Artikel vorbereitet, die dir hoffentlich helfen!

Damit ihr nicht resigniert beim Thema Taschengeld das Handtuch werft, haben wir auch eine kompakte Anleitung für euch zusammengestellt „1-2-3 Taschengeld ist keine Zauberei“, die euch bei der Einführung des ersten Taschengelds helfen soll! Schreibt uns einfach eine E-Mail und ihr bekommt sie direkt in eurer Postfach! 

Diese drei Punkte sind aus unserer Sicht die Basics, wenn du deinem Kind Finanzen näher bringen möchtest. Alles weitere wie Sparen, Spenden, Konsumieren, Geldanlagen uvm. kann später Schritt für Schritt dazukommen!

Spielerischer Umgang mit Geld

Uns ist besonders ein spielerischer Umgang mit Geld wichtig, denn Kinder lieben das Spielen und im „Freispiel“ entdecken sie ihre eigenen Potenziale, Fähigkeiten und Grenzen. Aus diesem Grund arbeitet Jasmin momentan an dem Buch „Spielerisch finanzstarke Kinder“. Die dortigen Aktivisten sollen Impulse für Kindergarten-, Grundschulkinder und Teenager setzen, die mit dem Thema Finanzen zusammenhängen. Pädagogik und Finanzwelt wird in Themen wie Münz- und Geldumgang, Sparen, Taschengeld, Spenden, Konsumieren und vieles mehr vereint! Alle Aktivitäten könnt ihr zu Hause kostenlos, schnell und einfach nachspielen. Wenn ihr ein wichtiges Thema habt, könnt ihr uns gerne noch eine E-Mail schreiben! Gerne greifen wir eure Wünsche auf!

Wer es digitaler möchte, kann sich auch den “Early Access” von Fintune näher ansehen! Finny hilft Kindern, spielerisch Finanzkompetenzen zu erwerben! Dabei soll es eine Eltern- und eine Kinderapp geben! Eine super Idee, die ihr aufjedenfall am Schirm behalten solltet! Lasst euch auch nicht vom Englischen abschrecken! Die App gibt es auch in deutscher Fassung! Außerdem könnt ihr eine kostenlose “Finny-Spardose” basteln!

Ansonsten wünschen wir euch viel Spaß bei der Umsetzung der ersten drei Punkte! Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr uns gerne schreiben! Wir helfen gerne weiter!

Hoffentlich konnten wir euch mit diesem Artikel inspirieren! Was sind eure Erfahrungen? Wie bringt ihr eurem Nachwuchs das Thema Finanzen näher? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Wir freuen uns!